Kinder-Museums-Club „Mon Plaisir“

Mon Plaisir – kommt aus dem Französischen und heißt : Mein Vergnügen. Genau das ist es, was der Kinderclub will – Vergnügen, also Spaß, und das im Umgang mit verschiedenen Materialien und Themen kreuz und quer durch die Menschheitsgeschichte. Grundlage bilden dabei museumsspezifische Sammlungsinhalte, Sonderausstellungen und auch allgemeingültige Themen aus Geschichte und Gesellschaft.

Der Club wurde im September 2002 neu gegründet. Seitdem treffen sich durchschnittlich 7 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren einmal monatlich im Schloßmuseum.

Mittels kreativer Betätigungsfelder befassen sich die Clubmitglieder zwanglos mit allerlei musealen und geschichtlichen Inhalten. So setzten sich die Kinder z.B. im Umgang mit dem Material Ton und mit den Erzeugnissen der frühgeschichtlichen Bandkeramiker auseinander, aber auch mit der Arnstädter Blautöpferware, dem Böttgersteinzeug und dem ostasiatischen und europäischen Porzellan. In einer späteren Veranstaltung wurden Dekore entwickelt und Porzellane mit einer Aufglasurmalerei versehen.

Schwerpunktthema im Jahr 2003 war das Drucken. Verschiedene Drucktechniken wurden ausprobiert. Linol- und Holzschnitte entstanden. Auf die Sonderausstellung A. Paul Weber hinarbeitend, befassten sich die Kinder mit dem Umweltthema „Der letzte Baum“, bezugnehmend auf Webers Grafik „Botanik 2000“.

Die Sonderausstellung „Wie über die Natur die Kunst des Pinsels steigt“, Johann Alexander Thiele, Thüringer Prospekte und Landschafts-Inventionen (im Sommer 2003). gab Anlass, sich mit der Wirkungsweise der camera obscura zu befassen. Während der Sonderausstellung „Zuweilen heißt es Schmuck“ (2004/2005) wurden Kettenanhänger emailliert. Im Herbst 2005, anlässlich der Sonderausstellung „Albin Schaedel – Thüringer Glaskunst“ fertigten die Kinder unter fachmännischer Anleitung mundgeblasenes Glas. Außerdem wurden allerlei Materialien in ihrer Handhabung erprobt. So entstanden Gipsmasken, Gipsfiguren auf Drahtgerüsten, strukturierte Acrylbilder auf Leinwand, Fensterbilder aus japanischem Strohseidenpapier auf Drahtgerüsten zum Thema: „Der Baum im Wandel der Jahreszeiten“, geschöpfte Baumwollpapiere und gefärbte Seidenschals in Reservierungstechniken, Wachsbatiken, Specksteinfiguren, Puppen aus Holzmischmasse, gefilzte Landschaftsbilder und mit Blattgold vergoldete Spanschachteln. Unter Anleitung der Buchbinderin Erika Reuß entstanden Bücher. Mit dem Künstler Walter Lipfert fertigten die Kinder Radierungen. Jede Sonderausstellung erschließt neue Betätigungsfelder.

Zu besonderen Anlässen wie Internationalem Museumstag, Arnstädter Schlossfest und Thüringentag schlüpfen die Kinder in die Kostüme des Förderverein Schlossmuseum Arnstadt e.V., um das Museum zu repräsentieren.